Macarons? Ich auch!

Eigentlich sind es ja nur Makronen war mein erster Gedanke, als ich vor längerer Zeit im Netz darauf gestoßen bin. In skandinavischen Foodblogs wird das Kind auch beim Namen genannt. Das liegt aber nicht daran, daß die Skandinavier das französische Nobelgebäck weniger lieben als unsereins hierzulande.
Darf ich das mal kurz ausführen? Blaah blaah blaah – nein, ich laß das lieber. Mein Umfeld leidet eh schon genug unter meinen linguistischen Erklärungs- und Verbesserungsversuchen (ich kann halt so schlecht aus meiner Haut, die ist so eng geschneidert…), da muß ich das nicht auch noch hier ausleben.
Meine Theorie ist, daß sich ein französisches Macaron (beim Lesen bitte französisch näseln) besser verkauft als eine einfache Makrone
Egal, lange  Rede, schnelle Tat: ich hab es auch getan und diese Dinger mal in meiner Küche ausprobiert- Erst in rosa, gestern in gelb.
Das Ergebnis war ganz passabel. Lediglich die Füllung fehlt noch, da die Dinger gerade im Gefrierschrank weilen und darauf warten, nächstes Wochenende ihrer Vollendung zugeführt zu werden. Für das Kindergarten Sommerfest.
Waaas? wird so mancher aufschreien? Das ist ja wohl ein bißchen übertrieben!
Gar nicht! Das Thema im KiGa ist dieses Jahr Farben und was soll man da fürs Buffet vorbereiten?
Hmm, das habe ich mir auch gedacht. Alles Bunte (ausgenommen Obstteller) sieht verboten ungesund aus, die Kinder lieben es und die Erwachsenen tuscheln dann hintenrum von wegen sieht ja gut aus, aber schmecken tut es nicht. Deswegegen mache ich in diesem  Jahr (unter anderem, dazu später mehr) mal was, auf das die Eltern sicherlich auch anspringen werden, egal wie ungesund die ganzen E-Stoffe auch sein mögen. Schließlich sind Macarons gerade genauso hipp, wie Hugo der Holunderblütencoctail.
Meine Macarons sind geschmacklich sehr gut geworden, aber an der Optik kann man denke ich noch arbeiten. Eventuell liegt es daran, daß die Mandeln nicht fein genug waren. Auf jeden Fall glänzt die Oberfläche noch nicht so, wie sie soll. Aber in der kommenden  Woche werde ich sicherlich noch ein paar Portionen backen, schließlich soll es ja bunt werden.

Hier erst mal das Rezept, daß ich verwendet habe.

Nämlich das von Letizia. Es ist eigentlich kinderleicht. Aber alles, was man kann oder was einem gelingt ist leicht oder?

Zutaten für etwa 40 Macaronhälften
90 g Eiweiss (ca.3 Eier, aber genau abwiegen)
1 Prise Salz
30 g Kristallzucker
200 g Puderzucker
110g gemahlene Mandeln
Lebensmittelfarbe in Pulverform oder als Paste

Wie funktioniert es?

  • Zunächst die gemahlenen Mandeln noch einmal zusammen mit dem Puderzucker (ist einfacher als getrennt) im Blitzhacker oder der Küchenmaschine so fein wie möglich mahlen und durch ein feines Sieb in eine Schüssel sieben.
  •  Lebensmittelfarbe hinzugeben (Letizia empfiehlt ein ganzes Röhrchen, ich bin eher fürs Ausprobieren, da jede Farbe eine andere Färbequalität hat)
  • Das Eiweiss mit einer Prise Salz nicht ganz steif schlagen, dann den Kristallzucker langsam einrieseln lassen und weiter schlagen. Der Zucker soll ganz aufgelöst sein und wenn man das Messer durch den Eischnee zieht, soll der Schnitt sichtbar bleiben.
  •  Löffel für Löffel mit einem Teigschaber Eischnee mit der Mandel-Puderzucker-Masse sehr sachte unterziehen. Die Masse muss glänzen. Überall liest man, sie soll die Konsistenz von dickflüssiger Lava aufweisen. Sie soll ganz langsam vom Spachtel laufen.
  • Backbleche vorbereiten: Backblech umdrehen (so kann man das Backpapier nach dem Backen besser vom Blech ziehen), auf dem Blech kleine Punkte der Masse in die Ecken geben, darauf das Backpapier festkleben. Das verhindert im Umluftbackofen das Flattern des Papiers. Oder Backblech mit Silikonmatte belegen. Ich habe mich in diesem Fall über das Backutensilienkaufverbot (das der Weltbeste verhängt hat um gegen überquellende Küchenschubladen vorzugehen- Er versteht nicht, daß ich das alles BRAUCHE!!) hinweggesetzt und habe mir diese Matte gekauft. Das Ding ist wirklich zu empfehlen- Gerade für Leute die zwar gleichmäßige Plätzchen lieben, sie aber selbst so nie hinbekommen würden.
  • Die Masse in einen Spritzbeutel mit einfacher runder Tülle füllen und möglichst regelmässig  auf das Blech spritzen.
  • Die Bleche für 45 Minuten stehen lassen, die Macarons antrocknen lassen. Sie sollen dann beim Backen nicht mehr reißen.
  • Den Backofen auf 140°C Umluft vorheizen. 
  • Umluft-Ofen: alle drei Bleche hineinschieben und 15 Minuten backen/trocknen lassen. ! Wecker stellen ! Gas-Ofen: nur ein Blech auf der obersten Rille einschieben
  • Durch die Backofentür beobachten wie die viel beschriebenen Füßchen zum Vorschein kommen 
  • 48 Stunden im Kühlschrank oder an einem kühlen Raum ruhen lassen (so wird der Kern weich und geschmeidig und aussen bleibt die Schale knusprig)
  • Man kann sie aber auch einfrieren und bei Bedarf herausnehmen und Füllen. Damit habe ich noch keine Erfahrung, probiere es aber gerade aus. Mehr darüber gibt es bei Tortentante Monika

Wer Lust hat auch mal welche zu backen, sollte Zeit und Ruhe haben die Angst zu überwinden. Ich verstehe den Hype der darum gemacht wird ehrlich gesagt nicht so ganz.
Aber Spaß machen sie auf jeden Fall!

Bilder? Gibt es hier mit weiteren Ideen.

Grüße
Eure Suse

 

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